05. Dezember 2025

Genug Zeit für sorgfältige Abklärungen

An seiner Sitzung vom 24. November 2025 hat sich der Gemeinderat ausführlich mit dem aktuellen Stand der Schulraumplanung befasst. Der bisherige Zeitplan hat sich als zu sportlich herausgestellt. Die Abstimmungsvorlagen für die Sanierung und die Erweiterung der Schulanlagen Paul Klee und Bodenacker sind noch nicht reif für die Beratung im GGR. Die Volksabstimmung findet somit nicht im März 2026 statt wie bisher geplant, sondern erst später im Jahr.

Es gibt noch einige Fragen, die der Gemeinderat sorgfältig und in aller Ruhe abklären will. Ziel ist es, dem GGR und den Stimmberechtigten zwei stringente Abstimmungsvorlagen vorzulegen, die auf alle Fragen überzeugende Antworten geben. Für die Verzögerung gibt es verschiedene Gründe. Im September 2025 liess der Gemeinderat – zum zweiten Mal seit Beginn der Schulraumplanung – die Schüler*innenzahlen aktualisieren; so wird sichergestellt, dass nicht mehr gebaut wird, als nötig ist. Gemäss den jüngsten Prognosen wird die Zahl der Schüler*innen in Münchenbuchsee nach einem Anstieg im nächsten Schuljahr in den folgenden rund sieben Jahren etwas stärker sinken als bisher angenommen und danach zeitlich verzögert zunehmen. Das liegt einerseits an der tieferen Geburtenrate und anderseits an Wohnüberbauungen, die später realisiert werden als bisher angenommen.

Schulhäuser werden für Generationen gebaut. Prognosen für die Schüler*innenzahlen und damit für die benötigten Klassen sind Schwankungen unterworfen. Angesichts der vielen Unsicherheiten ist es wichtig, in der Schulraumplanung flexible Lösungen zu finden. Beim geplanten Erweiterungsbau im Bodenacker prüft der Gemeinderat deshalb, ob er verkleinert werden soll – was zusätzliche Planungskosten bedeutet – oder ob eine alternative Nutzung einzelner Räume sinnvoller ist. Durch die Verschiebung gewisser Nutzungen in das neue Schulgebäude könnte die Gemeinde jedes Jahr Mietkosten sparen.

Im Bodenacker liegen dank der Konkretisierung des Projekts inzwischen vertiefte Informationen zum Sanierungsbedarf vor. Dem Gemeinderat ist es ein Anliegen, dass die Instandsetzungsarbeiten wirtschaftlich nachhaltig sind, also auch helfen, langfristig Energiekosten zu senken. Auch dazu braucht es weitere Abklärungen.

Beim Projekt für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Paul Klee sind in den zuständigen Kommissionen HBK, BIKO und FIKO verschiedene Fragen aufgetaucht, so etwa zur Aufbereitungsküche für die Tagesschule und zum Lüftungs- und Kühlsystem im neuen Schulgebäude. Diese Fragen will der Gemeinderat ebenfalls im Detail klären. Dabei soll auch geprüft werden, ob noch Einsparungen möglich sind.

Der Gemeinderat will für beide Schulhäuser Lösungen finden, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Gemeinde entsprechen und kosteneffizient sind. Hierfür will er sich die nötige Zeit nehmen. Sobald die Projekte reif sind, werden sie 2026 dem GGR und anschliessend den Stimmberechtigten vorgelegt.

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